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Wie verläuft die Befruchtung?

Eingetragen: 14:45, 19.11.2014 Anzahl der Impressionen: 2005

19 November 2014

Das Problem der Schwängerung gibt es in der heutigen Zeit häufig. Wenn ein Paar schon alle nicht invasive Behandlungen ausgeschöpft hat, ist es vielleicht die richtige Zeit, das Zentrum für begleitende Reproduktion und künstliche Befruchtung zu besuchen.

Die künstliche Befruchtung, als eine Behandlungsmöglichkeit bei Unfruchtbarkeit, erfordert eine gründliche Diagnose und eine ausführliche Konsultation mit dem behandelnden Arzt. Dies hat nur einen Sinn, wenn alle anderen Gründe der Unfruchtbarkeit ausgeschlossen wurden. Eine gründliche Untersuchung des Mannes sollte wenigstens zwei Spermiogramme enthalten. Der Menstruationszyklus bei der Frau wird mit Hilfe einer hormonellen Stimulation erfasst.

Wann hat IVF eine Chance auf Erfolg?

  • Die Frau sollte nicht älter als 45 Jahre ist,
  • Die Gebärmutter und wenigstens ein Eierstock sollten funktionstüchtig sein,
  • Im Spermiogramm des Mannes sollten Spermien nachzuweisen sein oder es sollten sich zumindest Spermien in den Hoden bilden.

Wie verläuft IVF?

In vitro Fertilisation ist ein lateinischer Termin für die Befruchtung von außen. D.h., dass die Eier nach einer vorherigen hormonellen Stimulation entnommen werden, und in einer Nährlösung mit den Spermien des Partners verbunden werden.
Nach der erfolgreichen Befruchtung wird das Ei bzw. das Embryo in die Gebärmutter eingesetzt. Wenn sich mindestens ein Embryo in die Gebärmutter einschließt, kann die Schwangerschaft beginnen. Was auf den ersten Blick einfach aussieht, ist in der Praxis ein sehr kompliziertes Ereignis, bei welchem viele einzelne Schritte nach und nach abgestimmt werden müssen.

Die einzelnen Phasen des IVF

Die Unterstützung des Eiwachstums
Während des Zyklus wird ein Ei auf natürlicher Weise reif, damit es befruchtet werden kann. Eine erheblich höhere Chance auf die Embryo-Einnistung besteht, wenn man mehrere Eier erhält, damit wenigstens ein fähiges Ei die Möglichkeit hat, sich zu entwickeln. In die Gebärmutter werden 1 – 3 Embryos (meistens 2) übertragen. Zur Erhöhung der Zahl vom reifenden Follikel und von Eiern erreicht man durch Ovarialstimulation mit Medikamenten aus der Gruppe der Hormone.

Als erstes wird GnRH Analogon eingenommen. Dieser ist als Injektion oder auch auch Nasenspray erhältlich.

 

Auslösen des Eisprunges

Wenn der Ultraschall und die hormonelle Analyse die richtigen Bedingungen nachweißen, beginnt man mit der Injektion hCG den Eisprung hervorzurufen. Die Abnahme der Follikel wird zwei Tage später im Reprocentrum ausgeführt.

Abnahme der Eier
Die Punktion wird unter der Ultraschallkontrolle durchgeführt. Die genaue Anzahl der erworbenen Eier kann man im Vorhinein nicht festlegen, die Anzahl kann sich individuell unterscheiden. Der zu behandelnde Arzt entscheidet, ob die Transvaginale Punktion - ein Eingriff, der über die Vagina, und zwar unter kurzer Vollnarkose oder mit Hilfe leichten Beruhigungsmittels durchgeführt wird. Wenn während des Eingriffes keine Komplikationen auftreten, wird die Frau noch am gleichen Tag entlassen.

Vorbereitung der Spermien und die Befruchtung
Es ist wichtig, dass die Spermien sofort nach der Eiabnahme zur Verfügung stehen. Je nach den Gegebenheiten, kann das Ei auch Zuhause entnommen werden, muss aber umgehend in das Reprocentrum gebracht werden. Beim klassischen IVF werden die Spermien nach 3 bis 6 Stunden in das Medium eingefügt. Auf ein Ei werden ca. 100 000 Spermien genutzt. Falls die ICSI Methode durchgeführt werden muss, ist es möglich, auch einzelne Spermien in das Ei einzuspritzen. Nach 24 Stunden wird geprüft, ob es zur Befruchtung gekommen ist und nach weiteren 24 Stunden kann das Embryo (oder die Embryos) übertragen werden.

Übertragung der Embryos
Embryos werden zusammen mit einer kleinen Menge von Flüssigkeit und mit Hilfe eines Katheters in die Gebärmutter gespritzt. Dieser Eingriff ist völlig schmerzlos. Damit die Chancen auf Einsenkung des Embryos in die Gebärmutter steigen, bekommt die Frau Hormone des gelben Körpers (Gestagene) in Form eines Vaginalzäpfchen oder einer Injektion.

Schwangerschaft
Etwa zwei Wochen später nach der Übertragung folgt die Hormonanalyse und Ultraschaluntersuchung, um die Schwangerschaft zu bestätigen. Für die Kontrolle während der Schwangerschaft sorgt der behandelnde Gynäkologe. Die Chancen auf die Schwängerung sind 25-30%. Die Chancen auf Schwängerung nach einem IVF sind bei einer erfolgreichen Übertragung etwa 25-30%. Sowohl während der Schwangerschaft als auch nach IVF kann die Frau abtreiben. Nach vier Heilzyklen tragen etwa 50-60% Frauen ihr Kind aus. Zudem sinken die Hoffnungen auf Erfolg nach dem 35. Lebensjahr deutlich.

Wie hoch ist die Chance auf Erfolg und welche Risiken bestehen?
Die Problematik besteht darin, dass bei jedem IVF Zyklus, das Embryo tatsächlich übertragen werden kann. Es kann mehrere Gründe dafür geben, es steht z.B. kein reifes Ei zur Verfügung, die Spermien sind nicht fähig das Ei zu befruchten oder dass sich das befruchtete Ei nicht weiter entwickelt. Nicht jeder Zyklus verläuft gleich, bei jedem Paar können natürliche Schwankungen auftreten. Das bedeutet, dass die Frau manchmal sehr geduldig sein muss, damit die Behandlung erfolgreich wird.

Ähnlich wie bei anderen Eingriffen in den menschlichen Körper, ist auch IVF mit Risiken verbunden. Die zum Reifen des Eies unterstützenden Medikamente können eine übertriebene Eierstock-Stimulation hervorrufen. Dies führt manchmal zu schweren Unterleibsschmerzen und diese müssen dann behandelt werden.

Die Übertragung von zwei (ausnahmsweise drei) Embryos kann zu einer mehrfachen Schwangerschaft führen (Zwillinge oder Drillinge). Um diesen Komplikationen vorzubeugen, ist es notwendig, die Anzahl der implantierten Embryos zu reduzieren.

Vom Prinzip her gibt es keine Unterschiede zwischen natürlichen und IVF Schwangerschaften. Bestimmte Komplikationen können bei einer IVF Schwangerschaft öfters auftreten z.B. die Extrauteringravidität, Frühgeburtswehen mit Gefahr einer Frühgeburt und Gestose (hoher Blutdruck und Nierenversagen). Besonders bei der ICSI Methode wurde eine geringe Steigerung genetischer Defekte und eine schlechtere Entwicklung des Kindes bemerkt.

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