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Wenn es mit dem Baby schief geht – Probleme beim Schwangerwerden

Eingetragen: 05:30, 11.02.2015 Anzahl der Impressionen: 1018

11 February 2015

Heutzutage haben etwa 15-20% der Pärchen ein Problem mit dem Schwanger werden. Solche Pärchen beraten sich zum Schluss in irgendeiner Beratungsstelle oder im Zentrum der Assistierten Reproduktion, die sich mit Fruchtbarkeitsstörungen beschäftigen und man findet sie in jeder Großstadt. Solche Beratungsstellen sind auch meistens ein Bestandteil jedes größeren „Kreis“ Krankenhauses.

Was ist eigentlich „das Problem bei der Schwängerung?" Viele Frauen stellen sich vor, dass nach Jahren, wenn sie jede Menstruation mit ein bisschen Angst erwartet haben, ob diese wirklich kommt und mehr oder weniger wegen unerwünschter Schwangerschaft im Stress waren, gelingt es gleich im ersten Monat. Das stimmt selbstverständlich nicht (bis auf kleine Ausnahmen). Die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung beim Geschlechtsverkehr am Tag der Ovulation ist nur zu 30% erfolgreich. Gewöhnlich geht das auf die Rechnung der weniger hochwertigen Eier oder der Absence der Ovulation im gegebenen Zyklus. Bis zu einem Jahr der Mühe schwanger zu werden, wird als normal gehalten (früher war es 1,5-2 Jahre, aufgrund des zunehmenden Alter senkt sich die Grenze) und dieses beim regelmäßigen Geschlechtsverkehr. Ein klassisches Beispiel ist ein LKW Fahren, der eher selten zu Hause ist, dann verlängert sich meistens diese Frist (mit Rücksicht aufs Alter der Frau). Sofern die Frau bis zu einem Jahr der Mühe ums Baby nicht schwanger wird, reden wir über eine Fruchtbarkeitsstörung.

Heutzutage gleicht sich der Anteil von Männern und Frauen mit Fruchtbarkeitsstörung aus, aus dem Grund müssen beide Partner untersucht werden. Ideal ist, wenn an erster Konsultation beide Partner Teil nehmen, um zu merken, dass sie das beide betrifft. Die männliche Untersuchung ist einfach – es geht um das sogenannte Spermiogramm, das nicht nur die Gesamtzahl der Spermien in Millilitern anzeigt, sondern auch deren Lebensfähigkeit, Beweglichkeit und Gestalt, was sehr wichtig ist. Dazu ist die Untersuchung bei Männern schmerzlos, sie geben die Ejakulation nach der Masturbation einfach ab. Bei Frauen ist die Untersuchung komplizierter: man muss feststellen, ob es „etwas " zur Befruchtung gibt, das heißt ob es bei der Frau zur Ovulation kommt. Weiterhin wird die Tubendurchgängigkeit getestet – ob das Ei (Blastula) in der Lage ist, den Uterus zu erreichen und ob sich das Ei im Uterus einnisten kann, dass heißt es wird die Uterusschleimhaut und die Gestalt der Uterushöhle getestet. Das sind die Grunduntersuchungen.

Die Ovulation wird durch das sog. Hormonprofil festgestellt. Ungefähr am 12. Tag des Zyklusses absolviert die Frau die Ultraschalluntersuchung, wo man auf den Eierstöcken den nachreifenden Follikel, dem sog. Dominantfollikel sieht, der während der Ovulation ca. 24 mm groß sein sollte (das heißt, dass dieser etwa um 2 mm am Tag größer wird). Deshalb kann die Ovulation und der Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs abgeschätzt werden. Es wird auch die Hohe der Uterusschleimhaut beobachtet. In der zweiten Hälfte des Zyklusses, ca. 20-21. Tag wird wieder das Blut entnommen und die Progesteron Präsenz festgestellt, das heißt der deutliche Nachweis der Ovulation. Aufgrund des Hormonprofils kann man festlegen, ob es zur Ovulation kommt, wenn nicht, ob das Problem im Eierstock oder im Hirnanhang, der den Eierstock stimulieren soll, liegt.

Die Tubendurchgängigkeit wird meistens durch eine ambulante sog. HSG Hysterosalpingografie festgestellt, d.h. durch eine Röntgenuntersuchung. Sofern die Tuben nicht durchgängig oder einfach nur schlecht sind, ist diese Untersuchung nicht angenehm, es kann schmerzhaft sein, aber dafür dauert es nicht lange. In gynäkologischer Stellung wird auf die Zervix ein spezielles Gerät aufgesetzt, mit dem ein Kontraststoff in den Uterus unter Druck hinein gespritzt wird, der Röntgenologe macht ein paar Aufnahmen und die Frau weiß sofort, wie sie dran ist. Diese Untersuchung kann durch die Laparoskopie ersetzt werden, was aber bereits eine diagnostisch-operative Methode ist, die unter Vollnarkose mit 3 bis 4 Tagen Hospitalisierung durchgeführt wird. Diese wird denjenigen empfohlen, bei denen man Probleme erwartet, z.B. bei Frauen, die eine Eierstockentzündung durchmachten, die im Krankenhaus behandelt wurde. Diese Frauen können Verwachsungen im Kleinbecken haben oder sie haben eine Extrauteringravidität hinter sich. Manche können auch einen Entwicklungsfehler der inneren Genitale haben, der bereits in der Pubertät diagnostiziert wurde.

Die Uterusschleimhaut wird im Rahmen des Hormonprofils untersucht, Idealzeit dafür ist die Ovulationszeit bei der Idealhöhe von 10 mm, normal sind 8-12mm. Es hat den Anschein, je höher desto besser. Aber wenn diese zu hoch ist, wird sie infolge der Hormonstörung, die den Wachsturm stimuliert, für die Einnistung nicht hochwertig genug.

Die Form der Uterushöhle kann man bei der HSG Untersuchung sehen. Beide Untersuchungen zusammen bietet die sog. Hysteroskopie. Da wird unter kurzer Vollnarkose mit der Optik direkt in den Uterus hineingeschaut und es wird ein Muster von der Schleimhaut genommen. Die Untersuchung muss laut des Menstruationzyklusses eingeplant werden. Man kann natürlich sowohl die Laparoskopie, als auch die Hysteroskopie unter einer Vollnarkose durchführen lassen und dadurch wird die Frau komplett untersucht. Nach dieser Grunduntersuchung, die meistens 2 Monate dauert (ein Monat Profil, zweiter Monat HSG, man sollte aber lieber mit einer längeren Zeit rechnen) sollten beide Partner wieder den Arzt brauchen, um einen Entschluss zu ziehen und weitere Schritte zu besprechen.

Falls das Spermiogramm pathologisch ist, wird laut der Wichtigkeit die intrauterin Besamung gewählt, das heißt, es werden die bereinigten Spermien in lebendem Medium direkt in den Uterus eingespritzt, wodurch ihnen deutlich der Weg zum Ei erleichtert und gekürzt wird. Die Besamung wird laut der Ultraschalluntersuchung und der Größe des dominanten Follikels ungefähr auf die Zeit der Ovulation gelegt. Die Spermien sind etwa 48 -72 Stunden fähig zu befruchten. Das Ei nur 12 – 14 Stunden. Also eher kurz vor der Ovulation. Falls die Pathologie des Spermiogramms ernsthafter wird, empfiehlt man IVF, also in vitro Fertilisation, eine Befruchtung im Glas. Falls eine Not an hochwertigen Spermien herrscht, wird IVF mit sog. ICSI, was eine direkte Intrazytoplasmatische Spermieninjektion ist, durchgeführt. Die Spermien werden direkt ins Ei gegeben (Die Kosten haben sie selber zu tragen).

Wenn die Eileiter nicht durchgängig sind, gibt es keinen anderen Weg als IVF.

Falls es nicht zur Ovulation kommt, kommt es darauf an, was der Grund dafür ist und nach dem wird die Ovulation hormonell stimuliert.

Falls die Form der Uterushöhle unregelmäßig ist und ein Septum innen drin ist, kann dieses operativ entfernt werden.

Falls die Uterushöhle zu niedrig ist, kann diese durch die Hormonstimulierung erhöht werden. Jedoch bei etwa 20% der Pärchen gehen die Untersuchungen völlig normal aus, die Entstehungsursache bleibt unklar.

Weitere Maßnahmen: Ein sog. Postkoitaltest – die Frau kommt nach dem Geschlechtsverkehr zur Untersuchung, es wird der Zervix Schleim abgegeben und danach stellt man fest, ob die Spermien anwesend und beweglich sind. Oft kann der Zervix Schleim zu den Spermien unfreundlich sein und sie ruhig stellen. Die Lösung ist einfach – intrauterin Besamung, dadurch wird das Problem gelöst.

Eine weitere mögliche Entstehungsursache ist die Immunität Störung bei den Partnern, es geht um die Sperma-Allergie. Bisher wird diese Untersuchung nur im Podoli in Prag und im Fakultätskrankenhaus in Pilsen durchgeführt. Die Wartezeit kann sich verlängern. Bei der Immunität Störung wird zur Kontrolle Medizin eingegeben. Bei Verdacht auf genetische Fehler, z.B. Männer als Träger des Gens zystische Fibrose, sind diese meistens unfruchtbar. Diese werden in eine genetische Beratungsstelle konsultiert.

Trotzdem bleiben etwa 10 – 15% der Unfruchtbarkeitsfälle ungeklärt. Es wurde vermutet, dass mit der Zeit die Medizinentwicklung die Aufklärung erhöht. Heutzutage ist auch klar geworden, dass die Psyche einen großen Einfluss auf die Schwängerung hat. Aus dem Grund, sollten Frauen und auch Männer einen Psychologen besuchen, damit sie einmal glückliche Eltern sein können.

Heutzutage kann die Frau, die den Uterus hat, theoretisch ein Kind zur Welt bringen. Wenn sie nämlich keine Eierstöcke hat, kann sie sich von einer anonymen Spenderin das Ei spenden lassen. Diese Methode ist für Frauen geeignet, die ernsthafte genetische Defekte übertragen. Das Risiko der Übertragung eliminiert sich dadurch. Das Ei wird dann mit den Spermien vom Partner befruchtet. Es ist auch möglich, dass sich das Pärchen nach Absprache ein Embryo spenden lässt. Dieses vermisst aber die Gene beider Partner.

Wie es zu sehen ist, ist die Behandlung der Unfruchtbarkeit nicht einfach und nimmt Zeit in Anspruch. Wenn sie ein Kind möchten und nicht schwanger werden können, warten sie nicht mehr und besuchen sie Ihren Gynäkologen, damit eine Lösung gefunden werden kann. Je älter Sie sind, desto früher sollten Sie anfangen.

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